1. Übersicht über Einsatzorte und Projekte
  • Projekt 1: Märchenbuch der Klasse 5c (Gymnasium Veitshöchheim)
    Das CASIO-Kamerasystem YC-400 wurde von mir in den letzten Wochen meiner Tätigkeit als Ständiger Stellvertreter und Fachlehrer am Gymnasium Veitshöchheim sowohl im Biologie-, Chemie- und Ethikunterricht als auch v. a. beim Projekt „Märchenbuch“ der Klasse 5c eingesetzt. Das Projekt „Märchenbuch“ wird unten ausführlich erklärt.

  • Einsatzbereiche am Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg
    Nach meiner Versetzung als Schulleiter an das Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg verwendete ich das CASIO-Kamerasystem YC-400 nicht nur im Biologieunterricht, sondern ständig in den Fachsitzungen „Schulkunde und Schulrecht“ unseres Studienseminars, aber auch als Präsentationsmedium im Rahmen von Fachsitzungen, Fachleiterkonferenzen und sogar in den Lehrerkonferenzen. Hier wurde das Kamerasystem wie ein herkömmliches Episkop eingesetzt. In den genannten Bereichen zeigten sich immer wieder die vielen Vorzüge dieses Kamerasystems. Im Vergleich zum traditionellen Episkop ist das projizierte Bild von deutlich besserer Qualität, was die Bildschärfe, die Farbkraft als auch die Helligkeit und damit die Lichtstärke betrifft. Zudem können die aufgenommenen Dokumente auch sogleich gespeichert werden, so dass man stets die Möglichkeit hat, wieder auf das Bildmaterial zuzugreifen. Da wir in unserem Schulhaus in allen Räumen Zugriff auf das WLAN haben, können die Dokumente auch sofort im Schulintranet allen Interessierten zur Verfügung gestellt oder zum Download bereitgestellt werden. Falls Dokumente im Intranet gespeichert werden, müssen selbstverständlich die Urheberrechte Berücksichtigung finden. Als besonders vorteilhaft, hat sich der Einsatz des Kamerasystems bei der Auswahl eines Schulbuches im Rahmen einer Biologie-Fachsitzung erwiesen. Den Anwesenden FachlehrerInnen konnten Auszüge aus den zur Diskussion stehenden Büchern präsentiert und vergleichend gegenüber gestellt werden. Es wurde dafür entsprechendes Bildmaterial aus den Universitätsseminaren verwendet. Die Fachkommission drückte übereinstimmend ihre Begeisterung für diese Einsatzform aus, da die Buchauswahl sehr effektiv und schnell erfolgte.

  • Einsatz im Rahmen von Lehraufträgen an der Universität Würzburg
    Seit dem Wintersemester 2006 habe ich zwei Lehraufträge an der Universität Würzburg im Fachbereich Didaktik der Biologie angenommen. Zusätzlich wurde ich in den Beirat des Zentrums für Lehrerfortbildung berufen, um die Kooperation zwischen Universität und den Gymnasien in Unterfranken neu zu definieren.

    Im Rahmen meiner Lehrtätigkeit setzte ich das Kamerasystem im Seminar zum studienbegleitenden fachdidaktischen Schulpraktikum für das Lehramt an Gymnasien und im Seminar „Einsatz moderner Medien im Biologieunterricht“ ein. Das zweite Seminar war Schulart übergreifend angelegt und wurde von Studierenden für das Lehramt an Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien besucht. Beide Seminare besuchten regelmäßig zwischen 25 und 30 Studierende. Der Einsatz in diesen Seminaren wird unten ausführlicher erklärt.

  • Intel-Kombikurs „Mozart-Schönborn-Team“
    Auch in meinem Intel-Kombikurs am Mozart-Schönborn-Gymnasium in Würzburg, der seit Mai 2006 läuft, wurde das Kamerasystem von mir bei mehreren Präsenzterminen vorgestellt und in der Folgezeit von einigen TeilnehmerInnen zum Einsatz in ihrem Unterricht und darüber hinaus auch zur Erstellung ihrer Unterrichtsskizzen und Lernideen für die Zertifizierung verwendet. Die Einweisung der KollegInnen in die Handhabung des Kamerasystems war völlig unproblematisch. Schon nach kurzer Zeit waren alle interessierten TeilnehmerInnen in der Lage das CASIO-System zu bedienen und in ihrem Unterricht einzusetzen.

    Im Zuge der Neugestaltung der gymnasialen Schullandschaft in Würzburg und den damit verbundenen zahlreichen Konferenzen an den beteiligten Schulen konnten aus Zeitnot keine Bilder bzw. Videoclips zum Einsatz gedreht werden. Da die Stadt Würzburg das Mozart-Schönborn-Gymnasium schließen wird und sich deswegen viele TeilnehmerInnen aus dem Kombikurs zur Zeit an verschiedenen staatlichen Gymnasien bewerben, wollten diese KollegInnen nicht „öffentlich“ in Erscheinung treten.

2. Installation und Einweisung von Lehrkräften / SchülerInnen

Die Installation des multifunktionalen Kamerasystem YC-400 gelingt ohne Probleme, wenn man Schritt für Schritt nach der beiliegenden Kurzanleitung vorgeht. Nach der Installation der mitgelieferten PJ-Camera-Software auf dem Computer / Notebook, der Vorbereitung des PJ-Kamerastativs, der erforderlichen Verkabelung und dem Einschalten der Stromversorgung ist das Kamerasystem YC-400 sofort einsatzbereit. Mit dem Einschalten der Stromversorgung wird die PJ-Camera-Software automatisch aktiviert. Im dem erscheinenden Dialogfeld muss nun nur noch „Business Document“ als Anfangsmodus gewählt und auf die OK-Taste geklickt werden. Die PJ-Kamera beginnt mit den automatischen Einstellungen. Während dieser Zeit dürfen sich keine Gegenstände auf der Dokumentenbühne befinden. Eine Vorlage (Bild oder Textstelle), die projiziert oder aufgenommen werden soll, wird auf die Dokumentenbühne gelegt und durch Anklicken des Kamerasymbols in der Betriebsleiste aufgenommen. Die aufgenommenen Dokumente können nach Belieben gespeichert und/oder nur projiziert werden. Mit dem Auswahlinstrument „Zoom-In“ können beliebige Stellen des Dokuments ausgewählt und vergrößert werden. Das gezoomte Dokumentenbild kann jederzeit durch die Delete-Taste am PC auf Normalgröße zurückgesetzt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit das aufgenommene Dokument zu drehen und damit entsprechend für die Projektion bzw. Speicherung auszurichten. Nach Einstellung der „Trapezfehlerkorrektur“ kann die „Kontur spezifiziert“ = das Dokument zugeschnitten werden.

Die Betriebsleiste erscheint, wenn man den Mauszeiger in den oberen Bereich des Computer-Bildschirms bewegt und ist selbst erklärend. Die Steuerung der PJ-Kamera ist mit Hilfe dieser Betriebsleiste für „normale“ PC-User sehr einfach bzw. deutlicher formuliert ein Kinderspiel.

Alle Lehrkräfte konnten nach einer kurzen Einweisung, sofort das Kamerasystem aufbauen und mit Hilfe der leicht verständlichen Software bedienen. Auch Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe konnten ihre selbst erstellten Märchentexte und Märchenbilder aufnehmen, auf dem angeschlossenen Notebook speichern oder über den Beamer ihren Mitschülern vorstellen / präsentieren.

3. Ausführliche Beschreibung des Projektes „Märchenbuch der Klasse 5c“

In diesem Projekt wurde der produktionsorientierte Umgang mit der epischen Kleinform „Märchen“ geübt und zur Herstellung eines „Märchenbuches“ eingesetzt. Das Projekt wurde mit einer 5. Klasse des Gymnasiums Veitshöchheim im Fachunterricht Deutsch (Fachlehrerin OStRin Jutta Merwald) unter Einsatz und Nutzung moderner Medien realisiert.
  • Lehrplanbezug
    Der Deutschunterricht in der 5. Jahrgangsstufe des Gymnasiums geht von Unterrichtsinhalten und Methoden der Grundschule aus und führt langsam an das Arbeiten und die komplexen Inhalte des Faches heran. Spielfreude und Kreativität bilden einen wesentlichen Ausgangspunkt für das Lernen. Ein allmählich wachsender Anspruch, gestützt auf motivierende und zielgerichtete Verfahren, spornt die SchülerInnen dazu an, sich mit der deutschen Sprache, mit Literatur und mit Sachtexten zu befassen sowie ihre Medien- und Methodenkompetenzen zu erweitern. Dabei sollen die SchülerInnen in der 5. Jahrgangsstufe u. a. folgendes Grundwissen erwerben:

    • mündliches Wiedergeben von Gehörtem und Gelesenem: sinnbetont vorlesen und vortragen
    • gestalterisches und informierendes Schreiben für sich und andere; folgerichtiges Aufbauen
    • einfache Gestaltungsprinzipien und Formelelemente von Erzählung, Märchen und Sage sowie von Gedichten kennen; Erzähler, Erzählschritt; Strophe, Vers, Reim
    • Gelesenes vergegenwärtigen; Handlungsmuster von Märchen, Sage, Motive klassischer Jugendbücher kennen

    Lernziel 5.1: Sprechen
    Die Schüler erweitern ihre Möglichkeiten, sich zu artikulieren, sich mit Informationen und Meinungen auseinander zu setzen, Ergebnisse zu erzielen und Konflikte zu lösen. Unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kommunikationssituationen nutzen und gestalten sie wesentliche Formen des Sprechens. Als eigenständiges Mittel des Sich-Ausdrückens, der Gestaltung und der Deutung dienen Unterrichtsspiel, Vortragen und Vorlesen.

    Lernziel 5.2: Schreiben
    Die Schreiberziehung greift bekannte Grundformen auf und vertieft sie. Sie macht das gestalterische Schreiben, das vielfältige Formen des Erzählens umfasst, sowie das Berichten und Beschreiben zum Gegenstand und schafft Grundlagen für schriftliches Mitteilen, Kommunizieren und ästhetisches Empfinden. Die Schüler begreifen Schreiben als Möglichkeit individuellen Gestaltens.

    Lernziel 5.3: Sprache untersuchen, verwenden und gestalten – Spracherziehung
    Die SchülerInnen erlernen wesentliche Methoden der Grammatik und erweitern ihre Rechtschreibkenntnisse. Die Verfahren erproben sie auch auf spielerisch-kreative Weise. Sie über und vertiefen das Gelernte systematisch an zusammenhängenden Texten und in Form von Diktaten.

    Lernziel 5.4: Sich mit Literatur und Sachtexten auseinander setzen
    Die SchülerInnen beschäftigen sich mit Lektüren, bei deren Auswahl ihr Interesse, Alte und Umfeld berücksichtigt werden. Sie setzen sich mit Stoffen, Motiven und Formen literarischer Texte sowie mit Inhalt und Gestaltung von Sachtexten auseinander. So gelangen sie zum eigenständigen Lesen und zur Wertschätzung von Literatur als künstlerischem Ausdruck menschlicher Erfahrungen. Vielfältige Arten der Aneignung von Literatur und der Begegnung mit ihr tragen zur Entwicklung von Lesefreude bei.

    Lernziel 5.5: Medien nutzen und reflektieren
    Die SchülerInnen lernen Medien in ihrer Vielfalt kennen, üben die Arbeit mit ihnen ein und stellen erste Überlegungen zu Eigenart und Wirkung von Medien an.

  • Fächerübergreifender Ansatz
    Es bieten sich bei diesem Projekt verschiedenste Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit folgenden Fächern an:

    Kunst

    Lernziel 5.1 Lebenswelten: Phantasie und Erlebnis
    Im Mittelpunkt stehen phantasievolle Themen und eigene Erlebnisse, die zu individuellen Bildgestaltungen und szenischen Spielformen anregen und in denen die SchülerInnen die ganze Breite der kindlichen Bildsprache zeigen können. Ein bewusster Einsatz von Bildmotiven und grundlegender bildnerischer Mittel führt darüber hinausgehend zur Steigerung des Ausdrucks.

    Lernziel 5.2 Kommunikation und Medien: Schrift und Präsentieren
    Die Schülersetzen sich mit Schrift auseinander und begreifen ihre Leistung für die Kultur. Spielerisch erproben sie ihre Gestaltungsmöglichkeiten, in Kooperation mit anderen Fächern führen sie erste Versuche im Bereich des gezielten Präsentierens durch.

    Musik

    Lernziel 5.1 Musikpraxis
    Die Kinder entwickeln und erweitern ihre Fähigkeit im Singen und Musizieren und lernen dabei, sich in eine Gemeinschaft einzugliedern. Die rhythmische Kraft der Musik als auch musikalische Stimmungen können erfahren und umgesetzt werden, bei der Untermalung von Bildern und Geschichten. Explizit kann eine Szene, eine Geschichte oder ein Bild vertont werden.

    Ethik

    Lernziel 5.1 Wahrnehmung und Wirklichkeit
    Die SchülerInnen sollen die eigene Situation als auch die der Mitmenschen besser erfassen und ggf. gegeneinander abwägen können. Eine wirklichkeitsgerechte Wahrnehmung ist der grundlegende Zugang zu der uns umgebenden Welt mit Personen und Dingen. Durch das Beobachten eigenen und fremden Verhaltens können die SchülerInnen von einfachen zu differenzierten Wahrnehmungen fortschreiten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht nur Sinnesorgane wichtige Informationen liefern, sondern dass auch ein geistiges Wahrnehmen erfolgen kann.

    Latein

    Lernziel 5.2 Textarbeit
    Durch das Lesen und Übersetzen, aber auch Vortragen und Spielen kurzer zusammenhängender Texte und Leseeinheiten gewinnen die SchülerInnen Freude an der Textarbeit. Sie lernen, die wesentlichen Inhalte eines Textes zu erfassen und einfache thematische Zusammenhänge zu verfolgen.

  • Unterrichtssequenz
    Insgesamt wurden ca. 14 Unterrichtsstunden für das gesamte Projekt „Märchenbuch“ aufgewendet. Folgende Arbeitsphasen wurden durchlaufen:

    • Arbeitsphase I: Kreative und analytische Erschließung von Bauform und Stilelementen der epischen Kleinform „Märchen“
    • Arbeitsphase II: Erste produktionsorientierte Versuche
    • Arbeitsphase III: Besprechung der Texte im Plenum und anschließende Überarbeitung
    • Arbeitsphase IV: Erschließung von verfremdeten Märchen (Antimärchen) im Vergleich mit dem Original
    • Arbeitsphase V: Weitere produktionsorientierte Versuche
    • Arbeitsphase VI: Besprechung der Texte im Team, danach im Plenum, anschließende Überarbeitung
    • Arbeitsphase VII: Überlegungen zu Aufbau und Gestaltung des „Märchenbuches“/Einigung auf Gestaltungsprinzipien
    • Arbeitsphase VIII: Herstellen der Individualfassungen von Hand sowie der Illustrationen
    • Arbeitsphase IX: Korrektur und erneute Überarbeitung
    • Arbeitsphase X: Endredaktion
    • Arbeitsphase XI: Druck und anschließender Verkauf des „Märchenbuches“ / Erlös zur Deckung der Druckkosten und Verwendung für karitative Zwecke

  • Feinlernziele
    Folgende Feinlernziele wurden bei der Projektarbeit erreicht:

    • Erarbeitung grundlegender Struktur- und Konstruktionsprinzipien einer epischen Kleinform
    • Vertiefung der unterrichtlichen Erkenntnisse und Einsichten durch aktiv-gestalterisches Tätigwerden in einem produktionsorientierten Literaturunterricht
    • Interdependenz von analytischen und kreativ-produktiven Phasen
    • Überprüfung und Relativierung der eigenen Leistung im Plenum, Förderung von Selbstkritik und Akzeptanz von Fremdkritik
    • Festigung der Sekundärtugenden, wie z. B. Selbstdisziplin, Ausdauer, Genauigkeit, Pünktlichkeit
    • Freude an der eigenen kreativen Leistungsfähigkeit und Stärkung des Selbstvertrauens
    • Steigerung der sozial-kommunikativen Kompetenz durch die Notwendigkeit, die individuelle Leistung in einem größeren Ganzen ein- und unterzuordnen
    • Einblick in die Herstellung eines literarischen Produktes und die Bedingungen seiner Produktion und Vermarktung
    • Moralisch-ethisches Engagement mit Blick auf die Verwendung des Verkaufserlöses für karitative Zwecke

  • Erstellte und beigefügte Materialien
    • Bilddokumente „Märchenbuch der Klasse 5c“
    • Bilder „Fertiges Märchenbuch“
    • Bilder „Klasse 5c bei der Projektarbeit“
    • Filmclips „Klasse 5c bei der Projektarbeit“


4. Der Einsatz des Kamerasystems in den Uni-Seminaren

Auch hier erfolgte weitgehend der Einsatz des Kamerasystems als „Episkop“ bzw. als Präsentationsmedium. So wurden in beiden Seminaren jeweils die wöchentlichen Arbeitsaufträge von den Studierenden vorgestellt und im Plenum diskutiert. Die direkte Umsetzung der Fachtheorie in „praktisches“ Arbeiten wurde von den StudentInnen sehr positiv aufgenommen, da alle ihre neue „Lehrerrolle“ kontinuierlich einüben konnten. Die „korrigierten“ häuslichen Arbeitsaufträge wurden nach der Seminarbesprechung allen TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.

Von den zahlreichen Arbeitsaufträgen, die im laufenden Semesterbetrieb von den StudentInnen bearbeitet werden mussten, sollen hier nur einige exemplarisch aufgezählt werden, bei denen der Einsatz des Kamerasystems zu einem deutlichen Mehrwert führte:
  • Einstieg in eine Unterrichtsstunde: Motivationsbeispiele für freigewählte und vorbestimmte Sachthemen
  • Schularttypische Tafelbilder
  • Visualisierung von Themen und Texten: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“
  • Ergebnissicherung im täglichen Unterricht
Die Vorzüge des Kamerasystems konnten im Medienseminar beim Themenkomplex „Schulbuch“ ebenfalls explizit nachgewiesen werden. Die StudentInnen hatten im Rahmen einer Seminararbeit die Aufgabe die Schulbuchentwicklung von 1940 bis 2006 (= 66 Jahre) zu analysieren. Ausgehend vom Schulbuch „Biologie für Oberschule und Gymnasium, 3. Band, 1940“ bis zu den im Jahre 2006 neu erschienenen Schulbüchern gängiger Verlage sollten folgende Aspekte untersucht werden:
  • Themenauswahl
  • Verhältnis Text : Bild
  • Entwicklung einer Aufgabenkultur
  • Visualisierung von Informationen
  • Entwicklung von Grundwissen - Zusammenfassungen
  • Entwicklung von Schüleraktivitäten – Praktikumsseiten
  • Qualität und Umfang von Arbeitsaufträgen
  • Fächerübergreifende Aspekte
  • Allgemeine Grundlagen zu Arbeitstechniken und Methoden
  • Allgemeine Hinweise zu Lernenlernen, zu eigenverantwortlichem und selbst organisiertem Lernen
  • Schulbuch und gesellschaftliche Entwicklung
  • Politisches Gedankengut in Schulbüchern

5. Zusammenfassung und weiterführende Pläne

Nach mehreren Monaten intensiven Einsatzes des CASIO-Kamersystems im alltäglichen gymnasialen und im universitären Unterricht, bei Projektarbeiten, bei dienstlichen Besprechungen und in der regionalen und überregionalen Lehrerfortbildung möchte ich nicht mehr auf das Kamerasystem verzichten. Die vorgeschlagenen Verbesserungen würden die Einsatzmöglichkeiten erhöhen und den „Gerätepark“ in den Klassenzimmern minimieren. Die gute Handlichkeit und die leichte Bedienung ermöglichen den Einsatz auch durch nicht so versierte Lehrkräfte. Schüler jeder Altersstufe sowohl in den Notebook-Klassen als auch in Mischumgebungen oder beim Einsatz von fahrbaren PC-Einheiten können ebenfalls das Kamerasystem mit hohem Mehrwert für schulische Weiterentwicklung nutzen.

Ich werde das Kamerasystem auf der internationalen eLearning-Tagung in Rechtenthal / Italien vom 11. bis 17.02.2007 vorstellen. Dabei sollen die Tagungsteilnehmer die Handhabung üben und bei der Erstellung von „learning objects“ nutzen können.
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